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In den letzten Jahren habe ich mich hin und wieder mit Kunst beschäftigt, wobei es verschiedene Phasen gab: Mit 14 Jahren faszinierten mich die Bilder von Dali, einige Zeit später folgten die Gemälde Van Goghs und im Augenblick gefallen mir die Werke von Gustav Klimt, um dessen Leben und Werk es in diesem Bildband geht.

~ Ein Künstler und seine Zeit ~

Der Inhalt des Bildbandes teilt sich in verschiedene Bereiche, die jedoch alle aufeinander aufbauen und ein Ganzes bilden. Zu Beginn wird die wirtschaftliche und gesellschaftliche Lage Wiens zur Jahrhundertwende beschrieben. Denkt man zuerst, diese Informationen seien vielleicht überflüssig, so wird man schnell feststellen, dass das Wissen durchaus notwendig ist, um die Arbeiten und das Leben von Klimt einordnen zu können. Die Autorin hat sich dabei jedoch auf das Notwendigste beschränkt und die Ereignisse kurz und prägnant zusammengefasst. Dieser Abschnitt lässt sich sozusagen als Einleitung verstehen, die die geschichtlichen Rahmenbedingungen zum Ausdruck bringt.
Nach dieser kurzen Einführung beginnt die Auseinandersetzung mit Klimt, wobei man sehr viel über den Künstler erfährt, zugleich aber auch interessante Informationen beigefügt sind (so z.B. über die Entstehung des Jugendstils oder der Fotografie). Um diese Geschehnisse zu untermauern, bringt Partsch regelmäßig relevante Zitate von Literaten oder damaligen Kunstkritikern ein, die verdeutlichen, wie Klimts Werke zu seiner Zeit auf die Öffentlichkeit wirkten und was diese Kritiken bei dem Künstler selbst auslösten.
Stehen die Werke und das Leben Klimts im Vordergrund, so findet man auch immer wieder Seitensprünge in damit verbundene Gebiete, die sich sowohl mit der damaligen Gesellschaft als auch mit den Gewohnheiten der Künstlerkreise und deren Beziehungen beschäftigen. Man kann das Buch also nicht nur als Biographie, sondern in gewissem Maße auch als Fachbuch der Geschichte verstehen. Die Sprache, die Partsch dabei wählt, ist nicht trocken und es liegt auch keine langweilige Aneinanderreihung von Daten vor. Vielmehr ist es sehr interessant und man nimmt das Wissen wie nebenbei auf. Nichts desto trotz handelt es sich nicht um einen Roman, sondern um ein Sachbuch.
Neben Klimts Leben werden auch seine Werke genauer unter die Lupe genommen, d.h. man findet mehrere Seiten, die sich mit nur einem Gemälde beschäftigen und probieren, Deutungsversuche zu liefern. Ebenso verhält es sich mit Klimts Darstellung der Frauen, welcher ein ganze Kapitel gewidmet ist.
Diese Vielseitigkeit macht das Buch in meinen Augen zu einem gelungenen Werk, das sich nicht nur auf den Künstler beschränkt, sondern auch Einblicke in die damalige Zeit und die damit verbundenen Entwicklungen gibt. Natürlich sollte man sich ein wenig dafür interessieren, da einem das Geschriebene sonst wahrscheinlich zu langweilig wird, ich empfinde die gegebenen Informationen jedoch als Bereicherung. Die Texte sind gut verständlich und erweitern das Allgemeinwissen, ohne dabei zu trocken oder steif zu wirken.
Durch den Aufbau wirkt das Buch sehr rund und die Übergänge von einem Thema zum nächsten sind fließend, sodass man gedanklich keine Sprünge machen muss und den Ereignissen gut folgen kann. Diese bauen aufeinander auf und ergänzen sich Stück für Stück, ohne dass einem nach dem Lesen der Kopf qualmt. Allerdings ist es schon anstrengender als die Lektüre eines Romans, weshalb man sich zum Lesen des Buches etwas mehr Zeit und Ruhe nehmen sollte. Wer tiefer in die Materie vordringen möchte, ist mit dem vorliegenden Buch jedoch bestens ausgestattet.

~ Die Farbtafeln ~

Das Buch enthält über 100 Farbtafeln und Zeichnungen. Bei den Zeichnungen handelt es sich vorwiegend um Klimts Aktskizzen, die recht einfach gehalten, aber durchweg klar abgedruckt sind.
Die Farbtafeln sind jedoch weitaus prachtvoller. Sie sind ausreichend groß abgebildet und lassen sich teilweise sogar ausklappen, sodass man einen Überblick über Gemälde bekommt, die sich über drei Wände ziehen. Details kann man sehr gut erkennen und auch die Farben sind den Originalen entsprechend, d.h. sie sind nicht zu blass, aber auch nicht künstlich grell. Zudem gibt es bei einigen Motiven Vergrößerungen. Man sieht also auf der einen Seite das Gesamtbild und auf der anderen nur einen vergrößerten Ausschnitt davon. Ich war erstaunt, wie anders die Bilder wirken können, wenn man nur einen kleinen Teil davon sieht. Wirken Klimts Bilder im Ganzen meist sehr kräftig und bunt, so sehen die vergrößerten Ausschnitte eher blass und gewöhnlich aus. Diese Art der Abbildung eröffnet also ganz neue Perspektiven (im wahrsten Sinne des Wortes).
Das einzige, was mir an der Aufteilung der Bilder nicht so gut gefällt, ist ihre Positionierung. So wird auf Seite 12 z.B. von der Wiener Gesellschaft geredet und auf Seite 13 ist eine Aktzeichnung abgebildet. Die Themen passen da irgendwie nicht recht zusammen. Außerdem ist es so, dass man auf einer Seite ein paar detaillierte Angaben zu einem Bild findet, dieses Bild jedoch viel weiter vorne oder hinten abgebildet ist. In meinen Augen wäre es sinnvoller gewesen, die beiden Bereiche enger miteinander zu verbinden, d.h. auf der einen Seite die Informationen und auf der anderen Seite das entsprechende Bild.
Alles in allem sind die Bilder jedoch klar zu erkennen und bereichern den Text um ein Vielfaches.

~ Die Autorin und ihr Stil ~

Susanna Partsch promovierte in Kunstgeschichte an der Universität in Heidelberg und lebt nun nach zahlreichen Publikationen und mehrjähriger Tätigkeit an einem Museum als freischaffende Kunsthistorikerin in München.
Nachdem ich das Buch nun gelesen habe, bin ich der Meinung, dass die Autorin ihr Handwerk ganz gut versteht und man merkt, dass sie sich nicht bloß mit den vorliegenden Bildern beschäftigt hat, sondern auch mit dem geschichtlichen Hintergrund, der einen interessanten Rahmen für Klimts Werke bildet.
Ihre Schreibweise ist klar verständlich und die Wortwahl nur mit den nötigsten Fachwörtern gespickt, allerdings kann man die Lektüre nicht unbedingt als umgangssprachlich bezeichnen. Die Sätze sind klar und prägnant, halten jedoch durchweg ein höheres Niveau. In meinen Augen ist das Buch also durchaus für Laien geeignet (man muss keine große Ahnung von Kunst haben), allerdings eignet es sich aufgrund der Sprache und den Deutungsversuchen der Bilder ebenso für Experten. Ein wenig geschichtliches Vorwissen ist hilfreich, aber nicht zwingend notwendig.

~ Fazit ~

Ich bin mit dem Buch „Klimt – Leben und Werk“ von Susanna Partsch eigentlich fast rundum zufrieden. Es ist ein sehr informatives Werk, das nicht nur auf den Künstler selbst, sondern auch auf die damaligen Rahmenbedingungen eingeht. Zudem liefert es viele Bildbesprechungen, wobei besonders die Darstellung der Frauen in einem Extrakapitel hervorgehoben wird und zum Verständnis der Gemälde beiträgt. Ein paar von Klimts Werken sind in Form von Farbtafeln abgebildet. Diese sind klar abgedruckt, haben die richtigen Farbwerte und bieten zudem die Möglichkeit in andere Perspektiven zu schlüpfen (s. Vergrößerungen). Das einzige, was ich zu bemängeln habe, ist die Positionierung der Bilder, da diese manchmal nicht zu dem abgedruckten Text passen. Durch die gute Übersichtlichkeit, die verständliche Sprache und die vielseitigen Aspekte vergebe ich aber insgesamt 4 Sterne.

© Ada Mitsou

320 Seiten / gebraucht erhältlich ~ Parkland (2004) ~ ISBN: 3893400575

2. Dezember, Mittwoch

22.10h, WDR
Der Puppengräber
Nach dem gleichnamigen Roman von Petra Hammesfahr

22.25h, 3sat
Hakan Nesser: Das falsche Urteil

3. Dezember, Donnerstag

21h, arte
Elementarteilchen
basierend auf dem gleichnamigen Roman von Michel Houellebecq

4. Dezember, Freitag

22.30h, ZDF
Die Vorleser
David Grossmann „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“
Günter Grass „Die Blechtrommel
Dave Eggers „Bei den wilden Kerlen“
James Frey „Strahlend schöner Morgen“
Pier Paolo Pasolini „Die lange Straße aus Sand“
Axel Scheffler und Julia Donaldson „Der Grüffelo. Pop-up-Theaterbuch“

5. Dezember, Samstag

0 Uhr, SWR
Literatur im Foyer
Sibylle Berg: „Der Mann schläft“
Georg Brunold: „Nichts als die Welt“

6.45h, arte
Julia Franck
Portrait

19.50h, 3sat
bookmark
Sachbuch-Magazin

23h, WDR
Was liest du?
Sophie Andresky: „Echte Männer: Was Frauen wirklich wollen“
Morten Ramsland: „Hundsköpfe
Bob Fenster: „Die Katze in der Mikrowelle“

6. Dezember, Sonntag

13.15h, KIKA
Quergelesen
Literatur für Kinder

7. Dezember, Montag

23.30h, BR
LeseZeichen

12. Dezember, Samstag

23h, WDR
Was liest du?
Marc-Uwe Kling: „Die Känguru-Chroniken“
Stefan Schwarz: „Ich kann nicht, wenn die Katze zuschaut“

13. Dezember, Sonntag

9.45h, Phoenix
Ein Jahr mit J. K. Rowling
Portrait

10.15h, 3sat
Literatur im Foyer

13h, Phoenix
auf den Punkt
Wolfgang Herles präsentiert neue Sachbücher
Matthias Horx: „Das Buch des Wandels“
Heinrich August Winkler: „Die Geschichte des Westens“
Andrea Nahles: „Frau, gläubig, links: Was mir wichtig ist“

23.40h, MDR
Fröhlich lesen

15. Dezember, Dienstag

22.30h, WDR
west.art – Bücher mit Christine Westermann

Max Frisch ~ Montauk

In Montauk nutzt Max Frisch ein Wochenende mit seiner Geliebten Lynn, um Stationen seines Lebens Revue passieren zu lassen. Das geschieht in einer tagebuchähnlichen Form, wobei der Autor abwechselnd in der dritten und ersten Person schreibt. Zum einen erzählt er so die Geschehnisse des Wochenendes, zum anderen beantwortet er Lynns Fragen und gerät darüber hinaus in stille Gedankengänge.
Dabei erzählt er auf ungewohnt persönliche Weise von dem angeschlagenen Verhältnis zu seiner Tochter, reflektiert sein Verhalten in der Ehe und beschreibt die langjährige Freundschaft zu seinem Jugendfreund. Ein Mann im fortgeschrittenen Alter blickt zurück auf das, was er war und nicht immer sein konnte.
Der Schreibstil ist dabei recht unkompliziert, da Frisch seine Gedanken und Gefühle verhältnismäßig klar darlegt. Es scheint, als sei er ein Beobachter, der das Gesehene in kleine Bestandteile zerlegt, ohne dabei den Blick für das Wesentliche zu verlieren.
Hat man sich erstmal an den Perspektivenwechsel gewöhnt, kommt man gut voran.
Ich konnte dem Buch einige interessante und schöne Gedankengänge entnehmen, weshalb es mir ein Vergnügen war, Max Frisch von einer neuen Seite kennen zu lernen. Als Ergänzung zu seinen anderen Werken also durchaus eine empfehlenswerte Lektüre!


© Ada Mitsou

176 Seiten / gebraucht erhältlich ~ Spiegel-Verlag (4. Dezember 2006) ~ ISBN: 3877630189

„Gretchen Sackmeier“ bildet den Auftakt zu einer dreibändigen Serie, die ich als Jugendliche verschlungen habe. In dem vorliegenden Band werden erst einmal die äußeren Umstände beschrieben: Gretchen ist 14 Jahre alt und wohnt mit ihren Eltern und zwei Geschwistern in Wien. Eigentlich fühlt sich das Mädchen zu dick, doch ihr Gewichtsproblem ist nichts im Vergleich zu dem der restlichen Sackmeiers. Die Zwettl-Oma sagt, die Rundlichkeit liege in der Familie, doch Gretchens Mutter ist da anderer Meinung. Nach ihrem letzten Klassentreffen beschließt sie, ihre überschüssigen Pfunde in Angriff zu nehmen. Das wiederum gefällt dem Gretchen-Papa gar nicht, wodurch es im Sackmeierschen Haushalt ganz schön ungemütlich wird. Als wäre das nicht chaotisch genug, ist Gretchen auch noch in den schönsten Jungen der Schule verliebt, doch der scheint sich nur über sie lustig zu machen…

Christine Nöstlinger greift in ihrem Jugendbuch eine Vielzahl von Themen auf, die Jugendliche beschäftigen: Die erste Liebe, streitende Eltern und Geschwisterprobleme. Dabei wirken ihre Figuren so lebensnah, dass ich mich damals in Gretchen wieder finden konnte. Ihre Gedanken waren mir vertraut und das, was ich so nicht kannte, kam trotzdem sehr echt rüber, sodass ich mich bei der Lektüre durchaus verstanden fühlte.
Witz und Dramatik halten dabei die Waage. Die Sprache ist umgangssprachlich und dem österreichischen Dialekt angepasst, was jedoch nicht störend wirkt, sondern einfach gut ins Bild passt.
Das alles wäre für mich eigentlich ein Grund, dem Buch fünf Sterne zu geben, allerdings ist „Gretchen Sackmeier“ eben nur der Auftakt zu einer Serie. Man könnte es als Einführung verstehen, doch für einen eigenständigen Roman wirkt es etwas unfertig, weshalb ich empfehle, alle drei Gretchen-Bände zu lesen. Im Ganzen handelt es sich nämlich um eine sehr unkomplizierte, authentische Teenager-Geschichte, die ich in meiner Jugend verschlungen habe!

Info: Die Folgebände heißen „Gretchen hat Hänschen-Kummer“ und „Gretchen, mein Mädchen“.

© Ada Mitsou

172 Seiten / gebraucht erhältlich ~ Oetinger Verlag (1981) ~ ISBN: 3789120669

Testleser aufgepasst!

Bei bilandia habt ihr bis zum 07.12.2009 die Chance, eins von drei Leseexemplaren zu gewinnen!
Die Voraussetzung: Ihr müsst das Testkapitel lesen und eure Meinung dazu kundtun.

Zu gewinnen gibt es:

2666 von Roberto Bolaño

Literatur von einem anderen Planeten: Roberto Bolanos posthum erschienener Jahrhundertroman 2666 über die unaufgeklärte Mordserie an Frauen in Mexiko ist eine atemberaubende Reise ins finstere Herz der modernen Welt. Wir begeben uns auf die Suche nach dem Schriftsteller und ehemaligen Nazi Benno von Archimboldi der in Santa Teresa, einer Wüstenstadt an der Grenze zwischen Mexiko und den USA, verschwunden ist. Ebendort wurden Hunderte von Frauen Opfer von Vergewaltigung und Mord. Wer sind die Mörder, und was hat Archimboldi mit ihnen zu tun? Das literarische Vermächtnis des aus Chile stammenden und 2003 in Barcelona verstorbenen Bolano ist Gangster- und Bildungsroman, Science-Fiction und Reportage.

Weitere Infos findet ihr  hier!

Viel Glück!

Neles Mutter bekommt ein Baby, gerade jetzt, wo sie doch eigentlich beschlossen hatte, wieder arbeiten zu gehen! Doch der Plan steht: In der ersten Zeit bleibt Neles Mutter zuhause, dann kümmert sich ihr Vater um den Haushalt und die Kinder. Der dreijährige Gussi kommt mit dem Rollentausch gar nicht klar, doch Nele sieht das alles recht entspannt, zumal sie doch im Moment ganz andere Sorgen hat: Sie ist in Oliver verliebt, den Jungen, der in ihre Klasse geht und sie einmal so schwermütig angesehen hat. Mit ihrer besten Freundin Katta denkt sie sich wirksame Flirt-Strategien aus, doch genauso wie im Haushalt geht auch in Neles Liebesleben einiges schief…

Emanzipation steht in diesem Buch groß geschrieben. Was passiert, wenn Mütter plötzlich beschließen, arbeiten zu gehen? Und wie gehen die Schulfreunde damit um, dass Neles Papa, also ein Mann, die Hausfrau mimt?
Boie lässt die Thematik in die Handlung einfließen, ohne dabei allgemeine Probleme des Erwachsenwerdens außer acht zu lassen. So führt Nele eigentlich zwei Leben: Auf der einen Seite ist sie die große Schwester, die ihren Bruder tröstet, und die Tochter, die versucht zwischen den Eltern zu schlichten. Auf der anderen Seite möchte sie ihre erste Liebe erobern und erhofft sich in ihrer besten Freundin Katta eine geeignete Ansprechpartnerin.
Die Erzählweise kam mir dabei sehr dicht vor und die Geschichte wirkt auch sehr rund. Zwar wird der kleine Jakob, der ja immerhin den Titel ausmacht, nur am Rande erwähnt, doch letztlich ist es das Baby, das den Stein ins Rollen bringt. Es geht alles ein wenig drunter und drüber, doch die Handlung verfolgt stringent den roten Faden.
Klischees bezüglich der Emanzipation werden eigentlich nur durch Neles Mutter bedient, die hin und wieder versucht, sich vor Nele zu rechtfertigen, indem sie ihre eigene Erziehung und typische Rollenklischees anspricht. Doch im Ganzen handelt es sich um eine schöne Familiengeschichte, in der zwar Veränderungen vor sich gehen, aber letztlich doch alles irgendwie hinzubekommen ist. Der Umgang miteinander ist liebevoll, die kleinen Streitereien wirken sehr menschlich und Pubertierende können Neles Gefühle sicher nachempfinden.
Ein schnell zu lesendes Buch, das mir gut gefallen hat.

© Ada Mitsou

121 Seiten / gebraucht erhältlich ~ Süddeutsche Zeitung / Bibliothek (2006) ~ ISBN: 3866151314

~ Märchen, Mystik und Morde ~

In einer kleinen Stadt in Irland werden drei Frauenleichen gefunden. So wie es aussieht, wurden die Schwestern Fiona und Roisin Walsh von ihrer Tante Moira in deren Haus festgehalten und vergiftet. Ein drittes Zimmer ist leer – der oder die Gefangene spurlos verschwunden.
Was die Polizei zunächst im Dunkeln tappen lässt, klärt sich für den Briefträger Niall Stück für Stück auf. Er hat Fionas Tagebuch im Postamt gefunden und gebannt von ihren letzten Zeilen macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit…

Bei „Darling Jim“ handelt es sich nicht um einen typischen Thriller, obwohl alle passenden Zutaten vorhanden sind: Es geschehen Morde, Spuren werden verfolgt und Geheimnisse aufgedeckt. Geschildert wird das Ganze jedoch nicht aus der Sicht eines Ermittlers oder des Mörders, sondern durch die Gedanken und Gefühle der Walsh-Schwestern. Gebannt liest Niall ihre persönlichen Zeilen und kommt so Schritt für Schritt hinter die Geheimnisse.
Die Reihenfolge der Ereignisse wird dabei chronologisch erzählt, wobei hin und wieder Andeutungen gemacht werden, die aus den zukünftigen Vorgängen zwar kein großes Geheimnis mehr machen, jedoch trotzdem für Spannung sorgen, sodass man gerne weiter lesen möchte.
Die Sprache ist dabei eher umgangssprachlich und den jeweiligen Schwestern angepasst, wodurch man die Unterschiede in den Wesen der Schwestern herauslesen kann. Sprachlich ist „Darling Jim“ kein Highlight, aber auch keine Niete.

In den Thriller eingewebt findet man immer wieder mystische Elemente, wie z.B. verzauberte Wölfe, die durch Irlands Wälder irren, Brüder, die sich mit Flüchen belegen und Burgen mit schönen, kämpferischen Herrscherinnen. Was zunächst etwas fehlplaziert wirkt, fügt sich letztlich zu einer runden Geschichte zusammen und gibt dem Leser das Gefühl, dass eine Art Märchenthriller erzählt wird. Mich persönlich hat das nicht gestört. Die Atmosphäre wurde dadurch dichter und die Bilder im Kopf erschufen eine eigene Welt, in die ich abtauchen konnte. Da die Handlungsstränge dicht miteinander verwoben sind, hatte ich auch nicht das Gefühl, einen Thriller und ein Märchen parallel zu lesen.
Diese Erzählweise könnte jedoch eingefleischte Thrillerfans ein wenig irritieren oder stören.

Alles in allem handelt es sich bei „Darling Jim“ um einen Thriller, der das Lesetempo steigert, eine Familiengeschichte mit vielen Emotionen und ein Märchen, das Irland in eine geheimnisvolle Welt verzaubert. Die volle Punktzahl bekommt das Buch von mir nicht, ich halte es jedoch trotzdem für einen gelungenen Thriller mit Unterhaltungswert.

© Ada Mitsou

336 Seiten / 19,95 € ~ Piper (März 2009) ~ ISBN: 3492052568

Oh, ich bin schon so gespannt!

Voraussichtlicher Starttermin ist der 04.03.2010. Regie führt Tim Burton und wie so oft in seinen Filmen darf Johnny Depp natürlich nicht fehlen. Er spielt den verrückten Hutmacher. Ebenfalls zu sehen: Mia Wasikowska als Alice, Helena Bonham Carter als Königin und Michael Sheen als weißes Kaninchen.

Ich freu mich drauf!

Die Vorleser mit Amelie Fried und Ijoma Mangolds

ZDF
Fr, 04.12.2009, 22:30 – 23:00 Uhr

Literatur im Foyer

SWR
Fr, 04.12.2009, um Mitternacht

Was liest du? mit Jürgen von der Lippe

WDR
Sa, 05.12.2009, 23.00

bookmark – Sachbücher machen schlau!

3sat
Sa, 05.12.2009

LeseZeichen – Das Literaturmagazin

BR
Mo, 07.12.2009, 23:30 Uhr

fröhlich lesen – Autoren zu Gast bei Susanne Fröhlich

MDR
So, 13.12.2009, 23:40 Uhr

west.art – Bücher mit Christiane Westermann

WDR
Di, 15.12.2009, 22.30 Uhr

Druckfrisch mit Denis Scheck

ARD
So, 20.12.2009 | 23.20 Uhr

Literaturclub mit Iris Radisch

3sat
So, 03.01.2010, 10.15 Uhr

Amazon: Bestseller 2009

Amazon hat bereits jetzt die Bestseller-Liste 2009 bekannt gegeben. Wenn ich mir angucke, wie wenig Bücher ich von der Liste gelesen oder gekauft habe (dick gedruckt), bestätigt mich das darin, dass ich um die Regale mit Bestsellern  lieber einen Bogen mache. Ganze 15 Bücher von 100 fanden den Weg zu mir.

Wie sieht es bei euch aus? Findet ihr viele von den Büchern in eurem Regal wieder? Was haltet ihr von solchen Listen?

1. Bis(s) zum Ende der Nacht -  Stephenie Meyer
2. Bis(s) zur Mittagsstunde -  Stephenie Meyer
3. Bis(s) zum Abendrot  - Stephenie Meyer
4. Bis(s) zum Morgengrauen -  Stephenie Meyer
5. Vergebung  -  Stieg Larsson
6. Glück kommt selten allein -  Eckart von Hirschhausen
7. Gut gegen Nordwind -  Daniel Glattauer
8. Verblendung - Stieg Larsson
9. Verdammnis - Stieg Larsson
10. Das verlorene Symbol - Dan Brown
11. Bürgerliches Gesetzbuch
12. Schlank im Schlaf für Berufstätige – Detlef Pape
13. Der Vorleser - Bernhard Schlink
14. Die Leber wächst mit ihren Aufgaben - Eckart von Hirschhausen
15. Leichenblässe - Simon Beckett
16. Schlank im Schlaf - Detlef Pape
17. Kalte Asche - Simon Beckett
18. Handelsgesetzbuch
19. Obsession - Simon Beckett
20. Bis(s) zur Mittagsstunde - Stephenie Meyer
21. Mieses Karma - David Safier
22. Wer bin ich – und wenn ja wie viele? – Richard David Precht
23. Flammenbrut - Simon Beckett
24. Alle sieben Wellen - Daniel Glattauer
25. Arbeitsgesetze
26. Für jede Lösung ein Problem - Kerstin Gier
27. Schlank im Schlaf: Die revolutionäre Formel - Detlef Pape
28. Die Chemie des Todes - Simon Beckett
29. Die Henkerstochter - Oliver Pötzsch
30. Die Mütter-Mafia - Kerstin Gier
31. Die Welt ist nicht immer Freitag - Horst Evers
32. Die Blutlinie - Cody Mcfadyen
33. Rauhnacht: Kluftingers neuer Fall - Volker Klüpfel
34. Föhnlage: Alpen-Krimi - Jörg Maurer
35. Bis(s) zum Morgengrauen – Twilight -  Stephenie Meyer
36. Feuchtgebiete - Charlotte Roche
37. Tausend strahlende Sonnen- Khaled Hosseini
38. Tyrannen müssen nicht sein - Michael Winterhoff
39. Gegensätze ziehen sich aus - Kerstin Gier
40. Quantenheilung - Frank Kinslow
41. Gut gegen Nordwind - Daniel Glattauer
42. Ein unmoralisches Sonderangebot - Kerstin Gier
43. Der kleine Klo-König  - Sandra Grimm
44. Warum unsere Kinder Tyrannen werden - Michael Winterhoff
45. Ruhm - Daniel Kehlmann
46. Die Patin - Kerstin Gier
47. Lügen, die von Herzen kommen - Kerstin Gier
48. Der Schatten des Windes - Carlos Ruiz Zafón
49. Bis(s) zum Morgengrauen - Stephenie Meyer
50. Schmitz‘ Katze - Ralf Schmitz
51. Die Vermessung der Welt - Daniel Kehlmann
52. Mängelexemplar - Sarah Kuttner
53. Vorstadtkrokodile - Max von der Grün
54. Gefährtin der Schatten - Lara Adrian
55. Todesfluch: Black Dagger 10 - J.R. Ward
56. Limit - Frank Schätzing
57. The Secret – Das Geheimnis - Rhonda byrne
58. Blutrote Küsse - Jeaniene Frost
59. Ich weiß, was du denkst - Thorsten Havener
60. Der Lebensfreude-Kalender 2010
61. MiniMax-Interventionen - Manfred Prior
62. Die Hütte - William P. Young
63. Mörderische Tage - Andreas Franz
64. Moritz Moppelpo braucht keine Windel mehr – Hermien Stellmacher
65. Warum ich fühle, was du fühlst – Joachim Bauer
66. Der Todeskünstler – Cody Mcfadyen
67. Der Joker - Markus Zusak
68. Aus Versehen verliebt - Susan Elizabeth Phillips
69. Tintenherz - Cornelia Funke
70. Babyjahre - Remo H. Largo
71. Die Chemie des Todes - Simon Beckett
72. Bestrafe mich! – Nina Jansen
73. Crashkurs - Dirk Müller
74. Drachenläufer - Khaled Hosseini
75. Der Seelenbrecher - Sebastian Fitzek
76. Tintenblut - Cornelia Funke
77. Vögelfrei - Sophie Andresky
78. Splitter - Sebastian Fitzek
79. Seelenjäger: Black Dagger - J.R. Ward
80. Der Erlöser - Jo Nesbo
81. Meditation für Anfänger - Jack Kornfield
82. Grabkammer - Tess Gerritsen
83. Glück kommt selten allein - Eckart von Hirschhausen
84. Die Legenden der Albae - Markus Heitz
85. Wichtige Steuergesetze
86. Diercke Weltatlas
87. Ich bin dann mal weg - Hape Kerkeling
88. Liebe: Ein unordentliches Gefühl - Richard David Precht
89. Blutlinien: Black Dagger 11 - J.R. Ward
90. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – J.K. Rowling
91. Nachtjagd: Black Dagger 1 - J.R. Ward
92. Der Ruf des Kiwis - Sarah Lark
93. Schwertgesang - Bernard Cornwell
94. Tintentod - Cornelia Funke
95. Die Psychologie sexueller Leidenschaft - David Schnarch
96. Oje, ich wachse! - Hetty van de Rijt
97. Also sprach Zarathustra - Friedrich Nietzsche
98. Sonst noch Fragen? - Ranga Yogeshwar
99. Tabellenbuch Metall - Ulrich Fischer
100. Ein Mann – Ein Buch - Eduard Augustin

Anmerkung: Die doppelte Nennung mancher Bücher kommt daher, dass es sich um Hardcover- und Taschenbuchausgaben handelt.

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