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Letztes Jahr habe ich euch gefragt, welche Bücher für euch zum Mainstream gehören und wie ihr Mainstream definiert. Heute stellt sich mir eine andere Frage, die jedoch in eine ähnliche Richtung zielt:

Was macht anspruchsvolle Literatur aus?

Wie definiert ihr “anspruchsvoll” im Zusammenhang mit Büchern? Spielen Schreibstil, Epoche und Thematik eine entscheidende Rolle?

Ich komme auf diese Fragen, weil Definitionen besonders in Diskussionen vollkommen unterschiedlich sein können, ohne dass man es merkt. Man diskutiert auf einer Grundlage, die eigentlich keine ist, weil jeder eine andere Auffassung von einem bestimmten Begriff hat und man deswegen oft aneinander vorbei redet.

Im Falle des Mainstreams kann das zu hitzigen Diskussionen führen, weil der Begriff oft negativ behaftet ist, wohingegen manche damit nur Bücher meinen, die viele Menschen lesen, ganz unabhängig davon, ob sie einen geistig fordern oder nicht.
Anspruchsvolle Literatur hingegen scheint den auffallend gebildeten Lesern vorbehalten zu sein, sodass die einen bewundernd aufschauen, weil jemand in ihren Augen überaus komplizierte Bücher liest und die anderen glauben, dass sich der Leser nur mit hochtrabenden Titeln schmückt, hinter denen auch nicht mehr als ein gwöhnliches Buch steckt.

Sind anspruchsvolle Bücher automatisch geistig wertvoll? Muss ein Buch überhaupt kompliziert geschrieben sein, damit man es anspruchsvoll nennen kann? Und lässt die Lektüre dieser Bücher einen Menschen intelligenter wirken, wohingegen jemand, der nur Cora-Heftchen liest, einfach gestrickt zu sein scheint?

Ich freue mich auf eine anregende Diskussion und bin gespannt auf eure Definitionen!

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