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Dr. Marc Lukas ist Anfang 30, Streetworker in Berlin und mit der wohlhabenden, hochschwangeren Sandra verheiratet. Als diese bei einem Autounfall durch Marks Schuld ums Leben kommt, entschließt er sich bei einem Amnesie-Experiment der Bleibtreu-Klinik mitzumachen, um jene schrecklichen Ereignisse zu vergessen. Was in seiner Verzweiflung zunächst nach einer guten Lösung ausgesehen hat, entpuppt sich nach und nach als Fehlentscheidung und Marc beginnt, seine eigene Existenz in Frage zu stellen…

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Sebastian Fitzek hat mit „Splitter“ ein rasantes Werk geschaffen. Temporeich und raffiniert wird der Leser immer wieder auf falsche Fährten gelockt. Die Verwirrung ist dabei groß, ebenso jedoch die Spannung. Man fiebert mit und fragt sich nicht nur einmal, was Realität und was Scheinwelt ist. Die ausgereiften Nebencharaktere tragen dazu bei, dass man jedem misstraut – eben genauso als würde man in Marcs Haut stecken, der nach und nach wahnsinnig zu werden scheint…
Fitzeks Sprache ist dabei wie gewohnt klar und einfach. Der Leser rast durch das Buch wie bei einer Verfolgungsjagd, wodurch man es nur schwer beiseite legen kann. Die verhältnismäßig kurzen Kapitel tun ihr Übriges.

Einzig das Ende hat mich ein wenig enttäuscht, da ich etwas ganz anderes erwartet habe. Im positiven Sinne ist das natürlich ein gelungener Überraschungseffekt, allerdings konnte ich die Auflösung für mich persönlich so nicht ganz nachvollziehen.

Im Ganzen handelt es sich bei „Splitter“ wieder mal um einen cleveren, spannungsgeladenen Thriller. Die Ereignisse überschlagen sich, Misstrauen und Zweifel machen sich breit, bis alles schließlich in einem großen Finale endet. Und was mir am besten Gefallen hat, ist, dass wie bereits in den Vorgängern die Psychologie nicht zu kurz kommt.

© Ada Mitsou

400 Seiten / 16,95 € ~ Droemer Knaur (2. Juni 2009) ~ ISBN: 3426198479

 

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