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Ich muss sagen, dass ich nach der Lektüre dieses Büchleins etwas enttäuscht war. Nach der Lobpreisung meines Buchhändlers und der Zuordnung zu „Der Schatten des Windes“ habe ich Großes erwartet, was jedoch nur teilweise erfüllt wurde.

Die Geschichte fängt viel versprechend an: Die Literaturdozentin Bluma wird überfahren. Kurze Zeit später taucht ein Paket in ihrem Büro auf, in dem ein mit Zement beflecktes Buch steckt. Blumas Kollege versucht daraufhin den Absender (Carlos) in Südamerika zu finden, um ihm das Buch wieder zurück zu geben.
Schnell fragt man sich, was wohl dahinter stecken könnte: Was hat es mit dem Buch auf sich? Welche Beziehung hatten Carlos und Bluma zueinander? Doch diese Fragen bekommt man nur bruchstückhaft beantwortet. Stattdessen kann man in die Geschichte von Carlos und seiner Büchersammlung eintauchen, die dem Ich-Erzähler von Carlos ehemaligem Freund erzählt wird.
Alles in allem beinhaltet das Buch ein paar schöne Abschnitte und viele gute Ansätze. Diese werden jedoch in meinen Augen nicht ausgeschöpft. Lediglich die Geschichte von Carlos ist rund und beschreibt die Macht von und die Liebe zu Büchern. Das Drumherum (immerhin die Hälfte des Buches) ist ein bruchstückhafter Anriss von interessanten Gedankengängen.
Fazit: Ein nettes Büchlein, aus dem man hätte mehr machen können.

© Ada Mitsou

96 Seiten / 7,95 € ~ Diana Taschenbuch (2. Januar 2006) ~ ISBN: 3453351169

 

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