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Warre liebt Vögel. Eines Tages, auf seinem Streifzug durch die Felder, entdeckt er in einem Busch einen kleinen Vogel. Doch halt! Er hat Beinchen wie ein Menschenkind und einen Kopf wie ein Mädchen, doch die Arme sind Flügel! Fasziniert nimmt der ältere Herr das Wesen mit zu sich nach Hause, wo sich seine Frau Tine darum bemüht, es zu erziehen. Doch Viegelchen möchte nicht erzogen werden. Es fliegt viel lieber davon in den schönen, weiten Himmel.

Das Ehepaar hatte allerdings keine Zeit mehr, sich zu verabschieden und so machen sich die beiden auf die Suche nach ihrem kleinen Vogelkind und erleben dabei allerhand Kurioses…

Ich muss gestehen, dass ich mir von diesem Kinderbuch etwas mehr erwartet habe.
Den Grundgedanken finde ich sehr schön: Ein seltsames Vogelkind wird gefunden und umsorgt, doch eigentlich möchte es nichts lieber als seine Freiheit genießen. Besonders ist auch der Gedanke, dass man ihm seine Freiheit lässt und dass es wichtig ist, sich verabschieden zu können.
Die Botschaft ist also klar: Jedes Lebewesen hat seine eigenen Bedürfnisse und das, was in seiner Natur liegt, sollte man nicht versuchen zu ändern oder einzuschränken.
Nichtsdestotrotz konnte mich das Geschriebene nicht so recht fesseln. Zwar habe ich hier und da geschmunzelt, doch Viegelchens Geschichte hat mich nicht berührt. Mir fehlte ein wenig das Emotionale, wodurch „Viegelchen will fliegen“ für mich nur ein nett zu lesendes Abenteuer ist, jedoch kein außergewöhnlich gutes Kinderbuch.

Zum Stil sei noch gesagt, dass Joke van Leeuwen die Geschichte kindgerecht erzählt, ohne dabei allzu sehr in die Kindersprache abzugleiten. Ergänzt werden die Worte durch zahlreiche Zeichnungen der Autorin, wodurch die Aufmachung also recht ansprechend ist.

Für die Aussage des Buches vergebe ich fünf Sterne. Für die Umsetzung jedoch nur drei.

Altersempfehlung: ab 6 Jahren

© Ada Mitsou

176 Seiten ~ gebraucht erhältlich ~ Dtv (1. August 2001) ~ ISBN: 3423620560

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