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Draußen fallen dicke Schneeflocken vom Himmel. Der Wald ist weiß und hinter den Fenstern stehen Kerzen, die ihr warmes Licht in die Dunkelheit streuen. Wir sind in Schweden, dem Heimatland der preisgekrönten Kinderbuchautorin Astrid Lindgren.

In „Pelle zieht aus und andere Weihnachtsgeschichten“ sind alle ihrer bekanntesten Kinderbuchfiguren versammelt: Lotta, die fast alles kann, sogar einen Weihnachtsbaum besorgen, wo es doch eigentlich im ganzen Dorf keine Weihnachtsbäume mehr gibt. Polly, die tüchtig ist und ihrer Großmutter, die ein gebrochenes Bein hat, bei den Weihnachtsvorbereitungen hilft. Madita und Lisbet genießen derweil die Feiertage auf Birkenlund und erleben allerhand Abenteuer im Schnee. Die Kinder von Bullerbü backen Plätzchen, Michel fängt die böse Maduskan in einer Wolfsgrube und Tomte Tummetott bewacht in der Nacht den Hof, damit alle beruhigt schlafen können.

Selten gab es so viele schöne Weihnachtsgeschichten in einem Buch. Ich kenne Lindgrens Welt noch aus meinen eigenen Kindertagen und jedes Mal, wenn ich ihre Geschichten lese, wird es warm. Die Charaktere sind unbeschwert, ohne dass sie in einer heilen Welt leben, der Umgang miteinander ist liebevoll, auch wenn hin und wieder mal ordentlich geschimpft werden muss und nirgends ist Weihnachten so unverfälscht und echt wie auf den Höfen der Lindgren-Kinder. Dabei geht es nicht um große Geschenke und Hektik; es geht um die Zeit, die die Familie miteinander verbringt, den besonderen Duft in der Luft und die Abenteuer, die man im Alltag erleben kann.

„Pelle zieht aus…“ ist einer der Schätze, die man jedes Jahr im Dezember zur Hand nehmen sollte – als Erinnerung an die eigene Kindheit oder zum Vorlesen für die Kleinen. Von mir gibt es auf jeden Fall eine uneingeschränkte Empfehlung!

© Ada Mitsou

208 Seiten / 16,90 € ~ Oetinger; Auflage: 16., Aufl. (Februar 1985) ~ ISBN: 3789129429

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