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Die Diskussionen über Helene Hegemanns Debütroman „Axolotl Roadkill“ füllen heute nicht nur die Onlineportale diverser Zeitungen und Magazine, sondern auch die Bücherforen. Manch einer kann die Aufregung so gar nicht verstehen, andere boykottieren den Kauf des Werkes und sind empört.

Ich persönlich beäuge die Bezeichnung „literarisches Wunderkind“ im Allgemeinen skeptisch, zumal  es sich hier wohl eher um ein wundersames Kopiertalent handelt.
Was mich jedoch nervt, ist die Tatsache, dass ein Buch durch solche Diskussionen oft noch ein paar Stufen höher auf der Bestsellerliste klettert und damit andere, vielleicht interessantere Werke vom Treppchen kickt. Man muss nicht jeden Mist lesen, nur weil er in aller Munde ist! Doch das ist nur meine persönliche Meinung.

Und wenn es schon dort stehen muss, sollte dann nicht das Original, also in dem Fall „Strobo“ von Airen, seinen Platz einnehmen? Denn wenn man es genau nimmt, gelten die Lobeshymnen von so manchem Literaturkritiker doch nun zumindest teilweise eigentlich Airens Werk. Schade, dass die versteckten Lorbeeren nun so einen schalen Beigeschmack haben.

Links zum Thema:
Die Gefühlskonserve
Spiegel Online + Kommentar
Welt Online
taz.de