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Jetzt wird es schwierig! Ich habe sehr viele Bücher wirklich gerne gelesen. Da fällt es mir nicht leicht, ein einziges davon auszuwählen. Zu meinen Lieblingsschriftstellern gehören u.a. Matt Ruff und Haruki Murakami. Gerade letzterer liegt mir sehr am Herzen, weshalb ich heute eines seiner Bücher benenne: Mister Aufziehvogel.

Die Romane des japanischen Autors spalten die Leserschaft: Die einen finden seinen Stil unsagbar trocken und langweilig, die anderen lieben seine Romane, sind fast schon süchtig danach und haben selten etwas so Tolles gelesen.
Ich sammle seine Werke und bin von dem Autor begeistert, seit ich „Naokos Lächeln“ vor acht Jahren gelesen habe.

„Mister Aufziehvogel“ ist ganz schön vertrakt. Die Taschenbuchausgabe umfasst 726 Seiten, auf denen Murakami von dem verheirateten, arbeitslosen Juristen Toru erzählt. Neuerdings erhält er anzügliche Anrufe von einer Frau, die er nicht kennt, sein Kater ist weggelaufen und er plaudert nachmittags mit einem 16jährigen Mädchen aus der Nachbarschaft. Plätschern die Tage zunächst so vor sich hin, passiert plötzlich etwas Unerwartetes: Kumiko, Torus Ehefrau, verschwindet. Auf der Suche nach ihr entdeckt Toru einen Brunnen auf dem Nachbargrundstück. Er steigt hinein und erlebt dort unten höchst merkwürdige und teils beängstigende Dinge…

In dem Buch werden viele Schicksale miteinander verknüpft, wobei jedes von ihnen ausreichend Raum bekommt. Die Ereignisse wirken undurchsichtig, spannend, aber auch höchst phantastisch, was nicht zuletzt an den typischen Murakami-Elementen liegt: Parallelwelten, Katzen, Brunnen…
Es fällt mir schwer Mister Aufziehvogel in wenige Sätze zu packen, doch ich kann das Buch jedem ans Herz legen, der sich für sonderbare, fesselnde Geschichten interessiert und sich gerne mit etwas dickeren Büchern zurückzieht, um in fremde Welten abzutauchen.

(Erklärung zur Aktion “Jeden Tag ein Buch”)

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