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Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins von Milan Kundera

Bei diesem Buch hatte ich zunächst Startschwierigkeiten. Den Klappentext fand ich sehr interessant, doch die ersten Seiten haben diese Begeisterung erstmal getrübt: Das Geschriebene war sehr philosophisch und erschien mir irgendwie zu trocken. Ich legte das Buch wieder zur Seite.
Jahre später habe ich einen neuen Versuch gewagt und den Roman seitdem bestimmt schon dreimal gelesen.

Für mich beinhaltet er Liebe mit all ihren Facetten:
Auf der einen Seite gibt es die Liebe auf den ersten Blick, als Teresa Tomas zum ersten Mal begegnet und ihm kurz darauf unbedingt nahe sein möchte.
Auf der anderen Seite wird sie zerfressen von Eifersucht und leidet trotz ihrer Liebe.
Dann gibt es die Trennung zwischen körperlicher und geistiger Liebe. Tomas liebt Teresa, kann aber zugleich auch mit anderen Frauen schlafen.
Und beide haben auf ganz eigene Art Angst vor einer Liebe, die einschränkt und abhängig macht.

Diese verschiedenen Auffassungen finde ich höchst interessant. Zudem begeistern mich (mittlerweile) auch der philosophische Einfluss und der historische Hintergrund (Prager Frühling).

Mein Lieblingszitat:
„Liebe äußert sich nicht im Verlangen nach dem Liebesakt (dieses Verlangen betrifft unzählige Frauen), sondern im Verlangen nach dem gemeinsamen Schlaf (dieses Verlangen betrifft nur eine einzige Frau).“

(Erklärung zur Aktion “Jeden Tag ein Buch”)