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Wenn ich ein Buch gelesen habe, das mir sehr gut gefallen hat, erkundige ich mich danach auch über den Autor. Wo lebt er? Was macht er neben dem Schreiben? Wie sieht er aus?
Ich bin einfach neugierig, wer hinter den geschriebenen Worten steckt und wie der Kopf aussieht, dem sie entsprungen sind.

Manchmal passt das Foto dann nicht so recht mit dem Bild, das ich mir vorher ausgemalt habe, zusammen. Das ist wie mit der Musik: Ich höre ein Lied, finde die Stimme ganz toll und schreibe dem Sänger automatisch besondere Eigenschaften und Gefühle zu. Wenn ich dann aber mal nachschaue, wie der Sänger aussieht und was er so von sich gibt, erlebe ich hin und wieder eine große Überraschung, weil er doch ganz anders wirkt, als ich dachte.

Neben den Fotos findet man oft auch Interviews. Darin erklären Autoren ihre Arbeitsweise, diskutieren über die Inhalte ihrer Bücher und plaudern ein wenig über ihr Privatleben. Ersteres kann durchaus bereichernd sein, was die Interpretationsmöglichkeiten und den Entstehungsprozess eines Buches betrifft. Letzteres macht den Autor zu einem Menschen, der auch in der Nachbarschaft wohnen könnte. Er wird für den Leser greifbarer.

Wenn ich alle Informationen zusammennehme, dann frage ich mich, was ich interessanter finde: Ein Buch, das ich unabhängig vom Menschen dahinter lese – ja, vielleicht sogar einen Autor, der sehr zurückgezogen lebt und sich aus dem Presserummel raus hält, sodass man sich nur auf sein Werk beschränken kann. Oder eben ein umfassendes Bild vom Autor, wodurch dieser durchsichtiger und irgendwie auch sehr menschlich wird.

Wie ist das bei euch: Wollt ihr den Menschen hinter dem Buch kennen lernen? Oder liebt ihr das Geheimnisvolle, weil sich ein Autor (aus welchen Gründen auch immer) rar macht und deshalb von einer etwas rätselhaften „Aura“ umgeben ist?

Welche Autoren findet ihr geheimnisvoll? Und welche scheinen euch so greifbar, dass sie vom Gefühl her zu euren Bekannten zählen könnten?

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