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Eine Woche voller Überraschungen: In den letzten Tagen flatterten mehrere interessante Nachrichten in meinen Posteingang, die mir (hoffentlich) schöne, amüsante und bewegende Lesestunden bescheren werden:

Ketil Bjørnstad: Die Frau im Tal

In seinem neuen Roman zeichnet Ketil Bjørnstad einfühlsam den Weg des jungen Pianisten Aksel Vinding aus tiefer Verzweiflung zu neuer Hoffnung. Vor der Kulisse der kargen Landschaft Nordnorwegens entfaltet der Autor eine mitreißende Geschichte voller Leidenschaft. Nach dem Freitod seiner Frau fällt Aksel Vinding in eine tiefe Depression. Er zieht sich zurück und sagt eine geplante Konzerttournee durch Europa ab. Im hohen Norden, kurz vor der russischen Grenze, hofft er Ruhe zu finden und neue Kraft zu schöpfen. Es ist aber nicht nur die Beschäftigung mit der Musik, die Aksel dorthin treibt, es gibt auch einen ganz persönlichen Grund: Sigrun, die Schwester seiner verstorbenen Frau, lebt dort. Sie ist die Frau im Tal. Aksel wird von ihr und ihrem Mann herzlich aufgenommen, aber Sigrun erinnert ihn jede Minute an seine Frau, und er verliebt sich leidenschaftlich. Aksel gibt in den kleinen Orten der Eismeerküste Konzerte, spielt Rachmaninow, Grieg und Chopin. Seine Trauer bekämpft er mit Alkohol, schließlich stürzt er sich in ein Verhältnis mit Sigrun. Ein dramatischer Vorfall auf einer Langlauftour beendet jäh die Zeit im Norden und zwingt Aksel, nach Oslo zurückzukehren.

Erschienen bei Suhrkamp

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Judith End: Sterben kommt nicht in Frage, Mama!

Judith End ist eine junge, alleinerziehende Mutter, mitten im Studium, als sie in ihrer Brust einen Knoten ertastet und ihre Welt aus den Fugen gerät. Eben noch war sie dabei, sich frisch zu verlieben, jetzt quält sie sich mit der Frage, bei wem ihre Tochter Paula aufwachsen soll, falls sie sterben sollte. Operation folgt auf Operation, Chemo- und Strahlentherapie schließen sich an. An den guten Tagen vor dem nächsten Infusionstermin versucht Judith mit Paula in den alten, unbeschwerten Alltag zurückzukehren. Und sie lernt trotzig auf ihr Examen und legt die Prüfungen ab. Am Schluss der Prozedur hat sie beides: Hoffnung, den Krebs überwunden zu haben, und ein Einserexamen. Judith End ist eine Autorin, deren Erzähltalent, deren Sinn für Dramatik, deren offene Nüchternheit und deren großes Maß an Selbstironie Leserinnen und Leser von der ersten Seite an in ihren Bann schlagen.

Erschienen bei Droemer/Knaur

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Ophelia Hansen und Mark Jischinski: Spatzenmuse

Carlotta Spatz ist wütend. Der Sex mit ihrem letzten One-Night-Lover war zwar miserabel, trotzdem hatte sie fest mit seinem Anruf gerechnet. Nach vierzehn Tagen vergeblichen Wartens hämmert sie nun ihren Frust in die Tastatur des Computers und formuliert eine zornige E-Mail. Ein Klick, die Nachricht ist fort und kurz darauf im Postfach des Empfängers – doch leider nicht im richtigen. Das erfährt sie allerdings erst, als zwei Tage später eine Antwortmail von einem ihr völlig unbekannten Mann eintrifft, der sie, ein wenig herablassend und ein bisschen amüsiert, auf ihren Fehler hinweist. Carlotta möchte erst vor Peinlichkeit versinken, dann aber siegt ihre Neugier. Wer ist dieser Mann, dem es mühelos gelingt, sie mit seiner E-Mail zugleich zum Lachen und auf die Palme zu bringen? Zögernd entwickelt sich zwischen der impulsiven Carlotta und dem einfühlsamen, aber sehr zurückhaltenden Max eine E-Mail-Freundschaft…

Erschienen bei adakia

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