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Leo Lionni: Frederick

Dieses Bilderbuch war eines meiner liebsten, als ich klein war! Leider ging es damals nach mehreren Dutzend Anschaustunden verloren, doch dann habe ich es vor kurzem von einer Freundin auf Englisch geschenkt bekommen und ich freu mich, dass Frederick nun wieder  bei mir zuhause ist.

Wahrscheinlich kennt ihr die Geschichte, doch für all jene, denen sie entgangen ist, möchte ich sie noch mal kurz zusammenfassen: Frederick, der kleine Mäuserich, scheint ganz schön faul zu sein! Während seine Geschwister emsig Futter für den Winter sammeln und ordentlich schuften, sitzt er bloß rum und schaut sich die Sonne und die Farben der Weide an. Als der Winter einbricht, ziehen sich die Mäuse in ihre Höhle zurück und erfreuen sich an den gesammelten Leckereien, doch irgendwann neigen sich ihre Vorräte dem Ende zu. Sie wirken müde und ängstlich, weil sie nichts mehr zu essen haben. Aus ihrer Not heraus fragen sie Frederick, was er denn nun eigentlich beizutragen hat, schließlich waren sie den ganzen Herbst über fleißig, während er keinen Finger gerührt hat. Doch Frederick war nicht faul! Die ganzen Eindrücke, die er gesammelt hat, packt er nun in wunderbare Geschichten und Gedichte, was die anderen Mäuse von innen heraus wärmt. Am Ende rufen sie erstaunt „Frederick, du bist ja ein Dichter!“ und erfreuen sich an seinen Worten.

Mir hat es sehr gut gefallen, dass der kleine Frederick, der die ganze Zeit ein Außenseiter war, letztlich doch noch von allen geliebt wurde. Die Bilder sind schlicht, aber wunderschön anzusehen und wenn Frederick am Ende des Buches wegen all des Lobes rot wird, ist das einfach bezaubernd. Die kurzen Textpassagen, die meist nur aus zwei, drei Sätzen bestehen, eignen sich bestens zum Vorlesen für Kleinkinder und die Chance, dass dieses Bilderbuch für eine gewisse Zeit zum Liebling wird, ist meines Erachtens sehr groß. Absolut emfehlenswert!

32 Seiten / 12,95 € ~ Beltz (5. Juli 2010) ~ ISBN: 3407770405

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Janosch: Ach, so schön ist Panama
Alle Tiger- und Bär-Geschichten in einem Band

Janosch hat mich meine halbe Kindheit hindurch begleitet. Mein allererstes selbst gelesenes Buch war von ihm und in der Zeit davor durften mein Bruder und ich am Wochenende Janoschs Traumstunde im Fernsehen gucken.
Da mir die Preise der einzelnen Bilderbücher zu teuer waren, habe ich lange gezögert, ob ich sie mir im Nachhinein wirklich alle zulegen sollte, doch dann habe ich 2009 zufällig die Gesamtausgabe der Tiger- und Bärgeschichten zu einem sehr günstigen Preis bei Weltbild entdeckt. Gesehen, gekauft und jetzt sind die Bilderbuchhelden meiner Kindheit fast wieder vollständig versammelt. Worum geht es in dem Buch?

Tiger und Bär sind die besten Freunde. Sie machen alles zusammen und erleben dabei so allerhand aufregende Abenteuer. Gemeinsam möchten sie nach Panama reisen, weil es dort wunderschön sein soll, doch letztlich stellen sie fest, dass es zuhause doch am schönsten ist. Sie streiten und vertragen sich, feiern Parties und wenn einer von beiden krank ist, kümmert sich der andere liebevoll um ihn.

Die in dem Buch enthaltenen Geschichten eignen sich bestens zum Vorlesen, doch sollte man dafür etwas mehr Zeit mitbringen, da die Geschichten etwas umfangreicher sind und die vielen Bilder zum ausführlichen Betrachten einladen. Auch Leseanfänger können mit diesem Buch erste Erfahrungen sammeln, da die Texte in kurze Abschnitte geteilt und in großer Schrift gedruckt sind.
Zu den Bildern muss ich wahrscheinlich nicht mehr viel sagen: Sie sind fröhlich bunt, mit liebevollen Details versehen und strahlen Gemütlichkeit aus.
Für neugierige Kinderaugen und Fans von Tiergeschichten absolut perfekt!

282 Seiten / 12,95 € ~ Beltz (4. Oktober 2010) ~ ISBN: 3407799640

 

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