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Mein Bilderbuch-November neigt sich dem Ende zu und ich hoffe, dass ich euch hier und da neue Anregungen geben konnte. Zum Abschluss möchte ich gerne noch die Vorlesepatenschaft vorstellen, da der bundesweite Vorlesetag zwar ein toller und aktueller Anlass ist, das Vorlesen jedoch das ganze Jahr über eine wichtige Rolle spielt.
Fernsehen und Videospiele stellen die Anziehungskraft von Büchern zunehmend in den Hintergrund. Vorlesepaten haben die Aufgabe, das Medium Buch wieder interessant zu machen und das Interesse der Kinder auf spannende Weise zu wecken. Doch wie sieht so eine Patenschaft eigentlich aus?

Vorlesepaten und ihre Aufgaben

Wer Spaß am Vorlesen hat und sich gerne ehrenamtlich engagieren möchte, hat die Möglichkeit Vorlesepate zu werden.

Als Vorlesepate besucht man je nach Zeit mehrmals im Jahr bestimmte Einrichtungen wie öffentliche Bibliotheken, Kindergärten und Schulen und liest dort Kindern verschiedener Altersgruppen vor. Die Lektüre passt sich dabei der Entwicklung des Kindes an, d.h. in der Altersklasse der Drei- bis Vierjährigen werden Bücher mit vielen Bildern eingesetzt, bei den Älteren kommt ein entsprechend umfangreicherer Text hinzu.

Was steckt dahinter?

Der Sinn besteht darin, die Kleinen spielerisch und kindgerecht an das Thema Literatur heranzuführen und sie mit Büchern vertraut zu machen. Durch lebendiges Vorlesen wecken die Paten das Interesse an Büchern und laden anschließend dazu ein, sich mit dem Vorgelesenen auseinanderzusetzen, wodurch die Sprachentwicklung und Lesefähigkeit des Kindes gefördert werden. Zudem vermitteln sie den Kindern, dass sich jemand Zeit für sie nimmt und Lesen nicht bloß langweilig und still sein muss, sondern durchaus spannend und schön gemütlich sein kann.

Organisationen und Ansprechpartner

Neben dem Vorlesen können sich die Vorlesepaten auch untereinander austauschen und weiterbilden. Je nach Organisation varriert dabei die Vorgehensweise: Beim Essener Lesebündnis e.V. finden beispielsweise Treffen der Stadtbezirksgruppe statt, wohingegen die Stiftung Lesen mehrmals im Jahr Informationsbroschüren und Magazine zum Thema verschickt. In beiden Fällen werden spezielle und auch kostenlose Seminare angeboten, in denen man lernt, worauf es beim Vorlesen ankommt, wie man die richtige Atmosphäre schafft und nach welchen Kriterien die  Lektüre ausgewählt wird.

Die passenden Ansprechpartner der jeweiligen Region hat die Stiftung Lesen hier zusammengestellt.

Tipps und Tricks

Wer sich eine Patenschaft noch nicht zutraut, kann natürlich erstmal bei den eigenen Kindern, den Enkeln und dem Nachwuchs im Freundeskreis üben. Um den Einstieg etwas zu erleichtern, habe ich im Folgenden ein paar Links mit ansprechenden Vorlesetipps zusammengestellt:

Das ABC des Vorlesens

Die zwölf goldenen Vorleseregeln

Vorlesetipps der LeseLust Leipzig

Vorlesetipps vom Thienemann Verlag

Zehn Vorlesetipps von der Seite des Vorleserpreises

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Zum Abschluss wünsche ich allen Vorlesern einen gelungenen Vorlesetag und viele strahlende Kinderaugen!

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