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1. In welcher Zeit liest du ein Buch mit 500 Seiten?

Wenn ich wenig zu tun habe, alleine bin und das Buch sehr spannend ist, brauche ich dafür ungefähr vier Tage. Wenn ich mehr zu tun habe oder das Buch sehr anspruchsvoll ist, kann es bis zu zwei Wochen dauern.

2. Wie lange brauchst du für 50 Seiten?

Für 50 Seiten brauche ich ungefähr eine Stunde. Das kommt aber auch ganz auf die Schriftgröße, die Thematik und die Ruhe während des Lesens an.

3. Was tust du, wenn dich ein Buch nicht fesselt? Abbrechen oder nochmal eine Chance geben?

Früher habe ich jedes Buch konsequent von Anfang bis Ende durchgelesen. Mittlerweile übe ich mich darin, das Buch abzubrechen, wenn es mich nicht fesseln kann. Ganz leicht fällt mir das noch nicht und ich versuche mindestens ein Drittel zu lesen, bevor ich es zur Seite lege. Doch wie mir meine Blogkolleginnen schon oft gesagt haben, lohnt es sich einfach nicht, sich durch ein (subjektiv empfunden) schlechtes Buch zu quälen und damit seine Zeit zu verschwenden.
Im Grunde lege ich diese Werke dann aber nur auf Eis, in der Hoffnung dass sie mir irgendwann später vielleicht doch noch gefallen. Ein Buch muss  mich schon extrem nerven, damit ich es nach dem Abbruch direkt weggebe und es somit keine zweite Chance mehr bekommt.
In den 22 Jahren, in denen ich bereits lese, habe ich vielleicht nur 20 Bücher abgebrochen (wenn überhaupt).

4. Was bremst dich beim Lesen aus? Was beschleunigt dich beim Lesen?

Ein schlechter Schreibstil oder fehlende Zeichensetzung bremsen mich aus. „Dumme“ Charaktere regen mich furchtbar auf und ausufernde Beschreibungen, die keinen Spielraum für eine tolle Atmosphäre oder die eigene Phantasie lassen, nehmen mir die Freude am Lesen. Außerdem bremst mich eine zu hohe Distanz zu den Figuren und dem Erzählten. Ich kann mich in viele Menschen und Situationen hineinversetzen, doch wenn mir der Zugang zu dem Beschriebenen fehlt, kann mich das Gelesene nicht berühren. Da entsteht dann nur eine emotionslose Leere, die mir nichts gibt und nichts in mir bewegen kann.

Das Gegenteil von all dem beschleunigt mich dann natürlich: Ein poetischer oder intelligenter Schreibstil, eine Geschichte, die nicht vorhersehbar oder konstruiert wirkt, eine einnehmende Atmosphäre und faszinierende Charaktere. Wenn ich mich gut unterhalten fühle, mitfiebere oder von dem Beschriebenen tief berührt werde, kann mich nichts bremsen.

Was hat es mit den Bücherzeiten auf sich?

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