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Ihr Lieben,

zunächst möchte ich euch allen ein schönes neues Jahr wünschen und ich hoffe, dass ihr den Jahreswechsel so verbringen konntet, wie ihr es euch gewünscht habt! :)

SUB 01 Januar

Für mich bringt 2014 eine kleine Veränderung mit sich, denn wie ich hier vor einiger Zeit angekündigt habe, möchte ich mich in diesem Jahr voll und ganz meinen ungelesenen Büchern widmen. Das bedeutet, dass ich mich auf die Bücher konzentriere, die ich bereits besitze und mich hinsichtlich des Kaufens ein wenig zurückhalte. Ein Buch pro Monat wird in meinen Einkaufskorb wandern, sofern ich auf meiner Wunschliste ein solches vermerkt habe, denn ein weiteres Ziel von mir ist es, nicht bloß wahllos Bücher zu kaufen, sondern mich damit zu befassen, ob ich ein Buch haben möchte, weil mich dessen Inhalt reizt, oder ob ich einfach nur Spaß daran habe, Literarisches um mich herum anzuhäufen. Womöglich beides. ;)

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man nie genug Bücher lesen kann und ein nicht unwesentlicher Teil meines räumlichen Wohlbefindens hängt von eigenwillig sortierten Bücherregalen ab. Ein Wohnraum, in dem sich Bücher befinden, strahlt für mich Gemütlichkeit aus und verspricht – zumindest wenn es sich um fiktionale Literatur handelt – einen Hauch unentdecktes, ausgedachtes Leben und damit verbunden auch Vorstellungskraft. Doch das begründet sich vorrangig in meiner persönlichen Vorliebe.
Ein Mensch, der nicht gerne liest, ist nicht automatisch ein Mensch ohne Fantasie. Und eine Wohnung ohne Bücher muss nicht automatisch ungemütlich sein.

Anders als mit dem Lesen verhält es sich jedoch mit dem Haben. Denn im Gegensatz zu obiger Aussage bin ich nicht unbedingt der Meinung, dass man nie genug Bücher HABEN kann. Eine Menge Bücher zu besitzen eröffnet einem die wunderbare Möglichkeit, immerzu etwas Neues lesen zu können. Der Nachschub geht so schnell nicht aus, da die Regale voll von unentdeckten Schätzen, aber auch potentiellen Fehlgriffen sind – ein Vielleser kennt schließlich beides. Und doch habe ich mich, mit dem Blick auf meine Regale gewandt, gefragt: Was nützen mir eigentlich all diese Bücher, deren Anzahl stetig wächst, wenn ich so viele von ihnen noch gar nicht gelesen habe? Sind es nicht bloß schön anzusehende Dinge, die mir zwar viel versprechen, deren Versprechen ich aber zu selten einlöse, weil ich zu wenig Zeit für so viele Bücher habe?

Mich beschlich das Gefühl der Attrappe. Es gibt Menschen, die in Möbelhäuser gehen und nach Buchattrappen fragen, weil es in Ihren Augen einen guten Eindruck erweckt, ein paar hübsche Buchrücken im Regal stehen zu haben. Bücher verheißen Wissbegier und Intelligenz, die Fähigkeit zu fantasieren und in sich ruhen zu können – ein willkommenes Klischee, dem gegenüber auch ich nicht ganz resistent bin.
In dem Zuge stellte sich mir die Frage: Sind meine Bücher Attrappen? Oder viel mehr: Mache ich sie im Laufe der Zeit zu solchen, indem ich sie Reihe um Reihe hübsch hinstelle, ohne auch nur einen Bruchteil davon gelesen zu haben?

Diese Gedankengänge haben dazu geführt, dass ich das Projekt „Ungelesene Bücher“ nun in Angriff nehme. Den Reaktionen nach zu urteilen, scheine ich mit meinem Wunsch nach mehr Zeit und Aufmerksamkeit für meine Bücher nicht alleine zu sein. Nicht jeder möchte sich meiner Regelung anschließen – sei es aus Freude am Buchkauf, der Befürchtung nicht ein Jahr lang durchhalten zu können oder schlichtweg dem Wunsch, sich nicht einschränken zu müssen.

Und doch gibt es ein paar Blogger, die Lust darauf haben, diesen Versuch zu wagen, so z.B. Ponine, Abby und Méditerranée, die bereits Beiträge dazu verfasst haben, oder auch die Klappentexterin, die die Thematik zum Anlass nimmt, erstmal Ordnung in ihre verwaisten Regale zu bringen und an dieser Stelle stellvertretend für all die anderen, die mir Ähnliches geschrieben haben, genannt wird.

Ich freue mich über jeden, mit dem ich mich in diesem Jahr austauschen kann und möchte nochmal darauf hinweisen, dass die folgenden Regeln nur meine eigenen sind und sie nicht denen anderer entsprechen müssen. Ich fühle mich mit dieser Regelung wohl, wohingegen andere vielleicht mit bestimmten Abwandlungen besser umgehen können. Das Ziel ist letztlich in allen Fällen ein schönes: Sich Zeit nehmen, um zu lesen und dabei besonders die Bücher, die schon so lange ungelesen im Regal stehen, zur Hand zu nehmen. Wie es mir damit ergeht, werde ich in unregelmäßigen Abständen an dieser Stelle berichten.

Mein SuB umfasst derzeit 160 Bücher. Um welche es sich handelt, könnt ihr hier einsehen.
Meinen Wunschzettel und dessen Entwicklung im Laufe des Jahres findet ihr hier.

Und hier zur Auffrischung nochmal die Details meines Vorhabens:

Projekt “Ungelesene Bücher” 2014

  1. In diesem Jahr möchte ich möglichst viele Bücher meines SuBs (Stapel ungelesener Bücher) lesen.
  2. Pro Monat kann ich ein ausgesuchtes Buch kaufen oder ausleihen, mehr jedoch nicht.
  3. Gutscheine, die ich zum Geburtstag oder an Weihnachten geschenkt bekomme, darf ich natürlich einlösen, bevor sie verfallen. Ausgenommen sind jedoch Rabatt-Aktionen von Onlineshops und dergleichen.
  4. Der Teilnahme an Gewinnspielen steht nichts im Wege. Bücher fürs Studium, aber auch Kochbücher mit Rezepten oder dergleichen sind erlaubt, da diese in der Regel nicht auf dem SuB landen.
  5. Fortschritte, Eindrücke, Fotos und Besprechungen können auf dem eigenen Blog veröffentlicht werden. Der Austausch untereinander ist wie immer erwünscht, aber kein Muss.
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